Umlaute und US-Tastaturlayout

Ich liebe das US-Tastaturlayout, weil es das Programmieren durch intelligente Anordnung der Klammern ([], {}, <>) enorm erleichtert. Außerdem gibt es hier keine Tottasten. (Wozu sind die überhaupt gut?) Andererseits vermisse ich beim Verfassen deutscher Texte die Umlaute und das ß. Die ausgeschriebenen Ligaturen ae, oe, ue finde ich nicht besondern attraktiv und &uuml; im HTML-Code bzw. \"u im LaTeX-Code erschweren die Lesbarkeit beim schreiben und behindern die automatische Rechtschreibkontrolle.

Die Firma Apple hat für seine Mac OS X-Systeme einen eleganten Weg gefunden Umlaute einzugeben: Die Tastenkombination alt+u gefolgt von {a,o,u,A,O,U} erzeugt den entsprechenden deutschen Umlaut und alt+s erzeugt ein ß.

Auf Linux-Systemen mit Xorg kann man ein ähnliches Verhalten erreichen, indem man z. B. die linke Windowstaste zusammen mit einem Buchstaben den Umlauten oder dem ß zuordnet. Man kann statt der linken Windowstaste auch jeden anderen modifier benutzen, den man im Normalfall nicht braucht. Mit dem kleinen Programm xev kann man die Keycodes der gewünschten Tasten ermitteln. Im unteren Code-Snippet habe ich die Konfiguration super_L+{a,A,o,O,u,U,s} festgehalten, die in die Datei .Xmodmap im Homeverzeichnis eingefügt werden muss. super_L ist die Bezeichnung für die linke Windowstaste unter Linux..

# ~/.Xmodmap
 keycode 133 = Mode_switch
 keycode 38 = a A adiaeresis Adiaeresis
 keycode 30 = u U udiaeresis Udiaeresis
 keycode 32 = o O odiaeresis Odiaeresis
 keycode 39 = s S ssharp

Um die Konfiguration zu laden muss noch xmodmap ~/.Xmodmap ausgeführt werden oder einfach vom System abmelden und wieder anmelden. Die Tastenkombinationen können zusätzlich mit gedrückter Shift-Taste verwendet werden, um große Umlaute zu erzeugen.

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