Sangean Podcast-Radio

Meine bessere Hälfte eröffnete mir einst (2008), dass sie gern Klassikradio hören würde, welches in unserem UKW nicht verfügbar ist. Also kaufte ich kurzerhand ein Sangean WFR-20 und reichte selbes als Weihnachtsgeschenk 2008. Nach anfänglicher Euphorie und Spieltrieb, stand das Gerät bald selten genutzt, aber empfangsbereit im Regal. Die gelegentliche Nutzung beschränkte sich auf das Hören von Klassikradio oder MP3-Streams vom UPNP-Server (OpenWRT). Unabhängig davon, war (und bin) ich vom Klang und von der Anmutung des Gerätes begeistert. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig aber machbar. Die Konfiguration der Radio-Presets wird über Reciva bewerkstelligt, was mich anfangs zweifeln liess. Da der Dienst heute (2012) immer noch existiert, muss ich mein anfängliches Misstrauen wohl als unbegründet betrachten.

Als mir letzte Woche beim Podcast-Hören wieder die Ohren, wegen mechanischer Reizung durch In-Ohr-Kopfhörer schmerzten, suchte ich die Wohnung nach alternativen Audioquellen ab. Den Rechner zu starten stellte keine solche dar. Mein Blick fiel also auf jenes selten genutzte Internetradio. Widerwillig startete ich dann doch den Rechner und loggte mich auf Reciva ein. Zu meiner Überraschung sind seit 2008 zwei Optionen hinzugekommen: My Streams und My Podcasts. Das Interface ist intuitiv zu bedienen, so dass ich kurzerhand meine Favourite-Xenim-Livestreams von Wrint, mobileMacs, NFSW und Mikrodilettanten hinzufügen und hören konnte. Um auch älteren/verpassten Sendungen nachträglich lauschen zu können, fügte ich auch die Podcast-RSS-URLs in My Podcasts ein. Unter My Stuff → My Podcasts (im Menü des WFR-20) fand ich dann schnell eine Liste der Abonnierten Podcasts. Das Bild zeigt mein/unser WFR-20 beim abspielen des NSFW Folge 30. Das Missing-Feature ist eine Pause-Funktion beim Podcast-Hören – ansonsten bin ich sehr zufrieden mit den neuen Funktionen. Ein generelles Problem mit diesem Internetradio, ist seine Basslastigkeit; das Gerät wurde offensichtlich zum Musikhören gebaut.